86 neue Wohnungen – davon 63 bezahlbar
Wenn aus einer Idee ein neues Zuhause wird
Wohnraum ist keine abstrakte Zahl. Wohnraum bedeutet für Menschen ein Zuhause, Sicherheit und eine Perspektive.
Genau deshalb habe ich mich als Vorsitzender des Aufsichtsrates des Neusser Bauvereins dafür eingesetzt, dass das Bauprojekt auf dem Baufeld C1 im Augustinuspark trotz schwieriger Rahmenbedingungen realisiert werden kann.
Heute ist klar: Es ist geschafft.
Der Spatenstich ist erfolgt, die Bagger sind angerückt und an der Helene-Wessel-Straße, direkt gegenüber dem Leuchtenberg-Areal, entstehen bis Oktober 2027 insgesamt 86 neue Wohnungen.
Für mich ist das ein wichtiger Erfolg. Denn gerade in Zeiten steigender Baukosten, schwieriger Finanzierungsbedingungen und eines angespannten Wohnungsmarktes wäre es einfach gewesen, ein solches Projekt aufzugeben oder auf bessere Zeiten zu warten.
Wir haben nicht aufgegeben.
Dranbleiben, wenn es schwierig wird
Der Weg bis zum Baubeginn war alles andere als einfach. Die Rahmenbedingungen in der Baubranche haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Gleichzeitig wurde politisch verhindert, dass die Stadt den Neusser Bauverein als städtische Tochter bei dem Projekt im Notfall finanziell unterstützen konnte.
Das hätte das Vorhaben deutlich erschweren können.
Doch für mich war klar: Wenn Neuss dringend Wohnungen braucht, dürfen wir uns von schwierigen Rahmenbedingungen nicht entmutigen lassen.Deshalb wurde im Hintergrund weitergearbeitet. Pläne wurden überprüft, Lösungen neu gedacht und Finanzierungsmodelle angepasst.Mit Beharrlichkeit, politischen Gesprächen und kreativen Lösungen ist es schließlich gelungen, das Projekt doch noch auf den Weg zu bringen. Aus einer Idee wurde ein konkreter Bauplan und aus dem Bauplan wird jetzt Realität.
63 Wohnungen werden bezahlbar
Besonders wichtig war mir dabei nicht nur, dass gebaut wird, sondern auch für wen.Von den 86 neuen Wohnungen werden 63 öffentlich gefördert und damit bezahlbar sein. Das ist angesichts der aktuellen Wohnraumsituation ein entscheidender Punkt. Denn eine Wohnung muss nicht nur gebaut werden, sie muss auch für Menschen mit normalen Einkommen bezahlbar bleiben.
Die 86 Wohnungen werden unterschiedlichsten Menschen ein Zuhause bieten: Familien, Singles, Seniorinnen und Senioren sowie Wohngemeinschaften.Neben den 63 geförderten Wohnungen entstehen 16 frei finanzierte Wohnungen und sieben Appartements mit Gemeinschaftsraum. Damit entsteht kein eintöniger Wohnblock, sondern ein vielfältiges Wohnangebot, das unterschiedliche Lebenssituationen berücksichtigt.
Nachhaltig bauen, zukunftsfähig wohnen
Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt das Projekt wichtige Akzente. Das Gebäude wird besonders nachhaltig geplant und soll eine niedrige CO₂-Bilanz aufweisen. Beheizt wird über das Nahwärmenetz. Die begrünten Dächer werden zusätzlich mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet.
Auch die Mobilität der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner wurde von Anfang an mitgedacht.
In der Tiefgarage entstehen 71 PKW-Stellplätze auf rund 2.500 Quadratmetern. Dazu kommen 117 Fahrradstellplätze im Innen- und Außenbereich.
Ein integriertes Mobilitätskonzept soll zusätzlich dabei helfen, eine nachhaltige Verkehrsanbindung zu ermöglichen.
Ein wichtiger Schritt für Neuss
Der Augustinuspark wird langfristig ein noch viel größeres Wohnquartier. Insgesamt sollen dort rund 550 neue Wohnungen entstehen. Es ist das bisher größte Bauprojekt in der Geschichte des Neusser Bauverein.
Die 86 Wohnungen auf dem Baufeld C1 sind deshalb ein wichtiger Anfang – aber sie sind auch eine Erinnerung daran, wie groß die Aufgabe vor uns liegt. Eine Studie des InWIS-Instituts kommt zu dem Ergebnis, dass Neuss bis 2039 rund 4.600 zusätzliche Wohnungen benötigt.
Das zeigt: Wir dürfen uns auf einzelnen Erfolgen nicht ausruhen.
Denn jedes fertiggestellte Bauprojekt bedeutet für Menschen ganz konkret: eine neue Wohnung, ein neues Zuhause und mehr bezahlbaren Wohnraum.
Mein Fazit: Nicht reden, sondern umsetzen.