Meine Themen für Neuss und NRW
Politik muss das Leben der Menschen besser machen. Deshalb denke ich soziale Gerechtigkeit bei allen politischen Entscheidungen mit – egal ob es um Wohnen, Bildung, Klima, Arbeit oder die Entwicklung unserer Stadt geht.
Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl meiner politischen Themen und Ziele
Bezahlbarer Wohnraum
Mit dem Neusser Bauverein zeigt Neuss, wie wichtig ein eigenes kommunales Wohnungsunternehmen ist. Gerade in Zeiten steigender Baukosten und hoher Zinsen kann ein Unternehmen in öffentlicher Hand einen entscheidenden Beitrag leisten.
Der Neusser Bauverein setzt inzwischen bei Neubauprojekten darauf, diese zu realisieren, sobald eine schwarze Null möglich ist. Es geht also nicht darum, möglichst hohe Gewinne zu erzielen, sondern darum, Wohnraum zu schaffen und dauerhaft bezahlbar zu halten.
Diesen Ansatz möchte ich auch auf Landesebene stärken.

NRW braucht eine eigene Wohnungsbaugesellschaft
Ich setze mich dafür ein, dass das Land Nordrhein-Westfalen eine eigene Wohnungsbaugesellschaft gründet. Damit könnte das Land selbst im großen Maßstab Wohnungen bauen – unabhängig davon, ob private Investoren ein Projekt für ausreichend rentabel halten.
Denn Wohnen ist keine Luxusfrage. Eine bezahlbare Wohnung gehört für mich zur sozialen Daseinsvorsorge.
1.000 neue Wohnungen für Neuss
Mein Ziel ist klar: Bis 2030 sollen in Neuss insgesamt 1.000 neue Wohnungen entstehen. Dafür müssen wir vorhandene Flächen und die bestehende Infrastruktur besser nutzen und insbesondere bezahlbaren Wohnraum schaffen.
Denn nur wenn ausreichend neue Wohnungen entstehen, können wir dauerhaft dafür sorgen, dass Wohnen in Neuss bezahlbar bleibt.
Mehr Fördermittel für den Rhein-Kreis Neuss
Gleichzeitig müssen wir die bestehende Wohnraumförderung des Landes deutlich ausbauen.
Damit kommunale Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und private Investoren geförderten und damit bezahlbaren Wohnraum schaffen können, stellt das Land NRW Mittel über die Wohnraumförderung bereit.
Doch gerade im Rhein-Kreis Neuss reichen diese Mittel aus meiner Sicht nicht aus.
Mir sind mehrere Projekte in Neuss – auch beim Neusser Bauverein – bekannt, die nur verzögert umgesetzt werden können, weil Fördermittel fehlen.
Bildung schafft Chancen
Noch immer hängen Bildungschancen zu stark vom Stadtteil und von der sozialen Situation der Eltern ab. Das möchte ich ändern.

Das Kind muss im Mittelpunkt stehen
Für mich gibt es keine „bessere“ oder „schlechtere“ Schulform. Es gibt die Schulform, die zum jeweiligen Kind passt.
Deshalb möchte ich Gesamtschulen und Gymnasien weiter stärken und unterschiedliche Bildungswege ermöglichen. Jedes Kind soll die Möglichkeit bekommen, seinen eigenen Weg zu gehen und seine Stärken zu entwickeln.
Als Vorsitzender des Schulausschusses setze ich mich außerdem dafür ein, Grundschulen und Kitas besser miteinander zu vernetzen. Bildung beginnt nicht erst mit der Einschulung. Nahtlose Übergänge sind entscheidend für einen erfolgreichen weiteren Bildungsweg.
Bildung darf nicht vom Geldbeutel abhängen
Mein Ziel ist klar: Bildung muss von der Kita bis zur Hochschule kostenlos sein.
Gleichzeitig brauchen wir mehr Lehrerinnen und Lehrer, damit Unterrichtsausfall reduziert wird und Kinder die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen.
Auch Demokratie- und Medienkompetenz müssen stärker in unseren Lehrplänen verankert werden. Junge Menschen müssen lernen, Informationen kritisch zu hinterfragen, Fake News zu erkennen und sich selbstbewusst in unserer Demokratie einzubringen.
Bildung endet nicht mit dem Schulabschluss
Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger. Deshalb möchte ich auch die berufliche Weiterbildung stärker fördern und unterstützen – vom Meister und Techniker bis zu anderen beruflichen Qualifikationen.
Denn gute Bildung bedeutet für mich nicht nur einen guten Schulabschluss.
Gute Bildung bedeutet, dass jeder Mensch die Chance bekommt, aus seinem Leben etwas zu machen – unabhängig von Herkunft, Wohnort oder Einkommen.
Klima und Mobilität: Bezahlbar, zuverlässig

Mobilität für alle
Gerade junge Menschen sollten früh an den öffentlichen Nahverkehr herangeführt werden. Wer Bus und Bahn zuverlässig nutzen kann, ist weniger auf das Auto angewiesen.
Dafür müssen wir den ÖPNV auch in den südlichen Stadtteilen von Neuss deutlich ausbauen – insbesondere in Allerheiligen, Hoisten, Schlicherum, Rosellen, Rosellerheide und Uedesheim.
Die zusätzlichen Fahrzeuge sollen dabei elektrisch betrieben werden. So verbinden wir bessere Mobilität mit aktivem Klimaschutz.
Auch Investitionen in sichere und durchgängige Radwege sind ein besonders effizienter Weg, um CO₂ einzusparen. Wer sicher mit dem Fahrrad unterwegs sein kann, lässt häufiger das Auto stehen. Deshalb müssen wir den Radverkehr attraktiver und sicherer machen.
Erneuerbare Energien konsequent ausbauen
Wir müssen die Chancen der erneuerbaren Energien konsequent nutzen. Dazu gehören für mich auch Photovoltaikanlagen entlang von Autobahnen und anderen geeigneten Verkehrsflächen.
So können bereits vorhandene Flächen zur Energiegewinnung genutzt werden, ohne zusätzlichen wertvollen Wohnraum zu beanspruchen.
1.000 neue Bäume für Neuss
Klimaschutz bedeutet auch, unsere Stadt widerstandsfähiger gegen Hitze zu machen.
Mein Ziel ist deshalb klar: Mindestens 1.000 neue Bäume pro Jahr für Neuss.
Dabei sollten insbesondere klimaresistente Baumarten gepflanzt werden. Bäume spenden Schatten, verbessern das Stadtklima, speichern CO₂ und machen unsere Stadt lebenswerter.
NRW braucht ein Hitzekabinett
Die Folgen des Klimawandels spüren wir zunehmend auch vor Ort. Besonders Hitzewellen werden zu einer wachsenden Belastung für unsere Städte und Gemeinden.
Deshalb möchte ich, dass die Landesregierung ein Hitzekabinett einrichtet. Gesundheit, Inneres, Kommunales, Schule, Familie, Soziales, Arbeit, Umwelt, Wirtschaft, Finanzen und Verkehr müssen gemeinsam handeln.
Notwendig ist ein ressortübergreifender Sofort-Aktionsplan, der konkrete Maßnahmen zum Schutz der Menschen vor Hitze bündelt.
Klimaschutz und Klimaanpassung gehören zusammen: Wir müssen Emissionen reduzieren, erneuerbare Energien ausbauen und gleichzeitig dafür sorgen, dass Neuss auch bei zunehmender Hitze lebenswert bleibt.
Sicherheit bedeutet für mich einen Staat, der funktioniert.
Polizei und Justiz arbeiten vielerorts am Limit. Verfahren dauern zu lange, und immer wieder droht Strafverfolgung an fehlenden personellen Kapazitäten zu scheitern. Gleichzeitig fühlen sich viele Menschen im öffentlichen Raum weniger sicher.

Polizei und Justiz stärken
Ich setze mich dafür ein, dass mehr Polizeikräfte auf der Straße eingesetzt werden können und Gerichte sowie Staatsanwaltschaften personell besser ausgestattet werden.
Denn ein Rechtsstaat muss nicht nur Regeln haben – er muss sie auch durchsetzen können.
Kommunen brauchen mehr Handlungsspielraum
Auch die Kommunen brauchen mehr Möglichkeiten, auf konkrete Probleme vor Ort zu reagieren. Dazu gehören beispielsweise mehr Handlungsspielräume bei Videoüberwachung sowie zeitlich und örtlich begrenzten Alkohol- oder Flaschenverboten an Orten, an denen es wiederholt zu Problemen kommt.
Taser als zusätzliches Mittel zur Deeskalation
Für gefährliche Situationen brauchen Polizistinnen und Polizisten geeignete Einsatzmittel. Der Taser kann dabei eine zusätzliche Möglichkeit zwischen Pfefferspray und Schusswaffe sein.
Besonders wichtig ist für mich der Aspekt der Deeskalation: Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministeriums genügte bis Ende September 2025 in 855 von 1.079 Taser-Einsätzen bereits die Androhung des Einsatzmittels. Der Taser musste in diesen Fällen gar nicht eingesetzt werden.
Eine flächendeckende Einführung darf es deshalb nur mit klaren gesetzlichen Einsatzregeln, transparenter Dokumentation sowie einer hochwertigen Aus- und Fortbildung geben.
Mein Ziel ist ein Staat, der konsequent handelt, bevor Probleme eskalieren – starke Polizei, handlungsfähige Justiz und Sicherheit für alle Menschen.
Wirtschaft stärken – Arbeitsplätze sichern
Viele Jahre habe ich als Wirtschaftsförderer in unserer Nachbarkommune Grevenbroich gearbeitet. Dabei habe ich im täglichen Austausch mit Unternehmen erlebt, wo die Herausforderungen liegen und an welchen Stellen das Land Nordrhein-Westfalen bessere Rahmenbedingungen schaffen muss.
Für mich ist deshalb klar: Eine starke Wirtschaft braucht eine starke Infrastruktur, schnelle Entscheidungen und gute Rahmenbedingungen für Unternehmen und Beschäftigte.

Infrastruktur ausbauen und Genehmigungen beschleunigen
Unsere Infrastruktur ist die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg. Knapp 1.000 Brücken in NRW können nicht mehr von Schwertransporten passiert werden. Unternehmen müssen dadurch teilweise enorme Umwege in Kauf nehmen.
Wir müssen deshalb unsere Brücken und Verkehrswege schneller sanieren. Gleichzeitig brauchen wir einfachere und schnellere Genehmigungsverfahren und eine bessere Planung von Transportstrecken.
Dabei dürfen wir nicht nur auf die Straße schauen. Schiene und Wasserstraßen bieten großes Potenzial, das wir stärker nutzen und ausbauen müssen.
Den Neusser Hafen stärken
Neuss ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort. In unserer Stadt gibt es mehr als 5.000 Unternehmen, viele davon sind international tätig.
Der Neusser Hafen ist dabei das Rückgrat unserer lokalen Wirtschaft. Deshalb müssen wir seine Leistungsfähigkeit langfristig sichern und ausbauen.
Ein wichtiges Projekt ist für mich der Erftsprung: Mit einem Brückenschlag über das Hafenbecken könnte der Hafen für größere Schiffe besser erreichbar werden. Dadurch ließe sich die Leistungsfähigkeit des Hafens nach den vorliegenden Planungen um rund 60 Prozent steigern.
Das wäre ein wichtiger Schritt für den Wirtschaftsstandort Neuss und gleichzeitig ein Beitrag zu mehr Gütertransporten über die Wasserwege.
Mehr Zusammenarbeit zwischen Kommunen
Wirtschaft macht nicht an Stadtgrenzen halt. Deshalb brauchen wir auch mehr interkommunale Zusammenarbeit.
Kommunen müssen ihre Planungen und Projekte besser aufeinander abstimmen und Genehmigungs- und Abstimmungsprozesse vereinfachen. So können wir schneller Lösungen schaffen, von denen ganze Regionen profitieren.
Frauenpower statt Fachkräftemangel
Ein weiteres großes Potenzial wird noch immer nicht ausreichend genutzt: Frauen.
In Nordrhein-Westfalen arbeitet fast die Hälfte der Frauen in Teilzeit – viele davon unterhalb ihrer Qualifikation oder in Beschäftigungsverhältnissen, die ihren Möglichkeiten nicht entsprechen.
Statt nur über den Fachkräftemangel zu sprechen, müssen wir dieses Potenzial endlich besser nutzen.
Dafür braucht es bessere Rahmenbedingungen: verlässliche Kinderbetreuung, gute Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung und bessere Chancen für den Wiedereinstieg in den Beruf.
Eine moderne Wirtschaftspolitik muss dafür sorgen, dass Menschen ihre Fähigkeiten auch tatsächlich einsetzen können.
Energiewende als wirtschaftliche Chance
Die Energiewende ist für mich nicht nur eine ökologische Aufgabe, sondern auch eine wirtschaftliche Chance.
Unternehmen brauchen langfristig bezahlbare und verlässliche Energie. Gleichzeitig können Investitionen in erneuerbare Energien, moderne Netze und neue Technologien neue Arbeitsplätze schaffen und unsere Unternehmen wettbewerbsfähig halten.