700 Euro für Frauen und Mädchen in Simbabwe

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Heinrich Thiel

Veröffentlicht: 2 Jahren her

Verdi-Ortsverein Rhein-Kreis Neuss unterstützt auf meine Empfehlung das Musasa-Projekt

Manchmal entstehen aus einem Gespräch konkrete Hilfe und aus einer Spende eine langfristige Verbindung.

Der Verdi-Ortsverein Rhein-Kreis Neuss hat 700 Euro an das Musasa-Projekt in Simbabwe gespendet. Die Organisation setzt sich seit 1988 für Frauen und Mädchen ein, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind, und bietet ihnen Schutz, Beratung und neue Perspektiven.

Entstanden ist die Spende im Zusammenhang mit einer Kulturveranstaltung, die Verdi anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2024 im Kulturkeller Neuss veranstaltete. Die Einnahmen sollten einem Projekt zugutekommen, das sich für Frauen einsetzt.

Nachdem zunächst verschiedene Projekte in Deutschland vorgeschlagen worden waren, entstand die Idee, auch ein Projekt in Afrika zu unterstützen. Christoph Bartels, der selbst mehrere Jahre in Simbabwe gearbeitet hat, erinnerte sich an meine regelmäßigen Spendenaktionen für eine Schule in meiner Heimat. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Verdi-Ortsvereins, Kai Langenhardt, nahm er Kontakt zu mir auf.

Ich habe das Musasa-Projekt empfohlen, weil die Organisation seit Jahrzehnten wichtige Arbeit für Frauen in Simbabwe leistet.

Musasa unterstützt Frauen, die Gewalt erfahren haben, unter anderem mit psychologischer Beratung, medizinischer Versorgung, rechtlicher Unterstützung und sicheren Unterkünften. Die Organisation ist mit regionalen Büros unter anderem in Harare, Bulawayo, Gweru und Masvingo vertreten. Besonders wichtig finde ich, dass Musasa nicht nur darauf wartet, dass Menschen zu den Beratungsstellen kommen. „Musasa fährt auch in die Dörfer, wo Hilfe vor Ort gebraucht wird.“

Damit erreicht die Hilfe auch Frauen, für die Unterstützung sonst nur schwer erreichbar wäre.

Aus einer Spende kann mehr werden

Für mich ist diese Spende mehr als eine einmalige finanzielle Unterstützung. Sie kann der Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit sein.Auch Kai Langenhardt sieht darin eine Chance: „Wir könnten uns vorstellen, dass hieraus eine langfristige Unterstützung für Simbabwe erwächst.“

Vimbainashe S. Mutendereki, geschäftsführender Direktor des Musasa-Projekts, bedankte sich herzlich für die Unterstützung und lud mich ein, die Organisation bei meinem nächsten Aufenthalt in Simbabwe persönlich zu besuchen. Diese Einladung nehme ich sehr gerne an.

Im kommenden Jahr werde ich gemeinsam mit meiner Frau und meiner älteren Schwester erneut eine Spendenaktion für eine Dorfschule in Simbabwe durchführen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch Musasa in Harare besuchen und die Neusser Fahne überreichen, die uns Verdi für das Projekt mitgegeben hat. Und vielleicht kaufe ich mir dann auch eine neue simbabwische Flagge. Meine eigene habe ich aus Dankbarkeit an Verdi verschenkt. 😉

Hilfe, die ankommt

Simbabwe ist wirtschaftlich weiterhin mit großen Herausforderungen konfrontiert. Hohe Inflation, Arbeitslosigkeit, strukturelle Probleme und eine teilweise schwache Infrastruktur erschweren den Alltag vieler Menschen. Besonders Frauen und Kinder sind häufig von Armut, Gewalt und fehlender Versorgung betroffen. Gerade deshalb ist die Arbeit von Organisationen wie Musasa so wichtig.

700 Euro können nicht alle Probleme lösen. Aber sie können einer Organisation helfen, ihre wichtige Arbeit fortzusetzen – und für einzelne Frauen ganz konkret einen Unterschied machen.

Ich freue mich deshalb sehr, dass aus einer Idee, einem persönlichen Kontakt und einer Veranstaltung in Neuss konkrete Unterstützung für Frauen in Simbabwe geworden ist. Mein Dank gilt dem Verdi-Ortsverein Rhein-Kreis Neuss, Christoph Bartels und Kai Langenhardt für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung.Und vielleicht ist diese Spende tatsächlich der Anfang einer längerfristigen Verbindung zwischen Neuss und Simbabwe.

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